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Gewinner MANU FACTUM Staatspreis NRW 2017

Fünf Sieger im Kunsthandwerk überzeugen die Jury

Unvergleichlicher Schmuck, beeindruckende Skulpturen, ausgefallene Möbel und außergewöhnliche Wohnaccessoires und zum ersten Mal auch künstlerische Medien – aus diesen Kategorien wurden die Sieger gewählt.

Die Jury des Staatspreises MANU FACTUM 2017 zeichnet fünf Künstler aus Nordrhein-Westfalen mit dem begehrten, mit 10.000 Euro dotierten Preis für herausragende Leistungen im Kunsthandwerk aus.

Konrad Koppold aus Leverkusen, gelernter Tischler und Innenarchitekt überzeugte im Themenfeld Wohnen mit seinen asymmetrischen Gefäßen aus gedrechseltem Eichenholz.

Ira Marom ist Konzept-Künstler aus Köln mit israelischen Wurzeln. Seine in der Kategorie Medien ausgezeichnete Arbeit zeigt eine Serie von Portraits geflüchteter Menschen, gedruckt in Sand und auf Erde. Dabei wird die vom Sand-Media Drucker erzeugte Fotovorlage freskal in eine feuchte Erdtafel eingelassen.

Siegerin im Bereich Skulptur ist Barbara Hattrup aus Salzkotten mit ihrer variablen Wandinstallation aus verschiedenen Faserkacheln. Die studierte Textilgestalterin hat bei ihrem Objekt Rindenbast des Papiermaulbeerbaumes verarbeitet und so Leichtigkeit und Transparenz vereint.

Ulrike Becker aus Münster entwarf einen Beistelltisch aus pulverbeschichtetem Stahl mit Einlege-Tablett. Die Tischlerin und Projektgestalterin (HWK) überzeugte die Jury im Bereich Möbel mit ihrem demonstrativ logischen, einfachen und nahbaren Stück.

Im Themenbereich Schmuck schuf Alessa Joosten aus Düsseldorf eine grafische und zugleich skulpturale Kette aus Holz. Die Arbeit der Schmuckdesign-Studentin entspricht durch die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffs einem nachhaltigen Gestaltungsgedanken. Durch das geringe Gewicht des natürlichen Materials verfügt das Schmuckstück trotz seiner Größe über Leichtigkeit.

Renommierter Preis

Seit mehr als 50 Jahren schreibt das Land Nordrhein-Westfalen den Wettbewerb aus. Alle zwei Jahre können sich Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, die in Nordrhein-Westfalen leben und arbeiten, um die Teilnahme an der Landesausstellung bewerben. Der Staatspreis rückt das Unikat, das handgefertigte Einzelstück, die genuine schöpferische Leistung in den Mittelpunkt. Wettbewerb und Ausstellung werden gemeinsam von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks NRW durchgeführt. 

Ausstellung im MKK, Dortmund

Die Ausstellung kommt mit insgesamt 135 Arbeiten ins Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Die eingereichten Möbel, Skulpturen, Schmuck- und Kleidungsstücke sowie Wohnaccessoires werden vom 10. September 2017 bis zum 5. November 2017 gezeigt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der ADK.